Geburtstag


 

 

 

18 jährig !  Nicht ich, mein Hirnschlag konnte am 1. April seinen 18. Geburtstag feiern.

Ja, in der Nacht vom 31. März auf den 1. April hat der grosse Umsturz stattgefunden. Seither betrachte ich den 1. April (welch ein Scherz…) als Geburtstag meines neuen Lebens.

Mit 18 kann man die meisten Dinge des Lebens tun. Bah, da hab noch viel zu lernen ! Hör zu, ich erzähle Dir wie sich mein normaler Tag abspielt, ein Tag wie jeder andere seit 18 Jahren, ein Tagesablauf mit Hürden 

6 Uhr, ich öffne das linke Auge, ich setze mich an den Rand meines Bettes. Es ist an der Zeit meine Harnblase zu erleichtern. Jeden Morgen fürchte ich dass ich es nicht schaffe das Klo rechtzeitig zu erreichenDeshalb habe ich eine Flasche unter meinem Bett, sie erlaubt mir dies zu Erledigen ohne vollständig wach zu werden. So kann ich noch ein wenig liegen bleiben, vor mich dösen und Christiane nicht schon zu wecken, sie hat mehr Schlaf nötig als ich.

Sobald ich beide Augen offen habe, drängt es mich aufzustehen. Ist es das Unterbewusstsein das mir sagt, dass ich von all den Stunden die mir geschenkt sind profitieren soll… ?

Ich schliesse also mein Auge wieder und versuche noch ein wenig zu schlafen.

Um 7 Uhr 30, öffne ich beide Augen. Am Anfang habe ich jeden Morgen 20 bis 30 Minuten Turnübungen gemacht. In der letzten Zeit hab ich das aber etwas vernachlässigt, ich werde es aber wieder regelmässiger machen, ich fühle dass ich es nötig habe.

Ich ziehe meine Orthopädischen Schuhe an, sie geben meinem Fuss Halt, er hat (in 18 Jahren) immer noch nicht gelernt mir zu helfen, damit ich stehen und gehen kann. Ho hopp, so, ich stehe, jetzt aufs Klo, es hat einen erhöhten Sitz, damit ich auch wieder aufstehen kann, und nun rasch ins Badezimmer, zur Morgentoilette.  Rascheine Redensart, ich schleiche dahin, dank meiner Gehhilfe, ein Gehgestell.  

Da ich nicht lange stehen kann, und vor allem weil mein Gleichgewicht nicht mehr 100%ig ist, mache ich meine Toilette sitzend. Ich habe einen Spezialhocker damit ich vor dem Lavabo sitzen kann. Ein Hocker mit zwei Griffen und zwei höheren Hinterfüsse, das soll ergonomisch sein.

Eines Tages werde ich mir eine Spezialzange kaufen, damit ich die Sachen aufheben kann die ich immer öfters fallen lasse. Es ist oft eine gefährliche Sache wenn ich versuche die Sachen aufzuheben die mir entgleiten…     

Ich rasiere mich immer noch mit dem alten Gilette, von Anfang an klammere ich mich an dieses archaische Werkzeug, vielleicht weil ich mir die Illusion geben will, dass ich immer noch wie "vorher" bin. Bisher habe ich mein Gesicht nicht allzu sehr zerschnitten

Einmal pro Woche dusche ich mich. Auch dazu habe ich eine Sondereinrichtung. Ich kann weder unter der Dusche stehen, noch in der Badewanne sitzen. Wunderlösung, ein Brett, es ist ein Kunststoffbrett das auf beiden Seitenwänden der Badewanne ruht, ich setze mich drauf, hebe die Beine, eins nach dem andern und kippe sie in die Badewanne, eine Drehung auf meinem Po und ich kann mich sitzend duschen. Ein kräftiger Griff wurde an die Wand fixiert – zu meinen Kosten – damit ich auch einige Augenblicke stehen kann.  

Meistens frühstücke ich um acht Uhr – acht Uhr dreissig; ein Stück Brot mit Margarine mit einem grossen Bol Milchkaffee während dem ich die Reklamen studiere die über Nacht im Briefkasten gelandet sind.  

Oft kommt um 9 Uhr eine Freundin um mit mir am Computer zu arbeiten. 

Elfuhr dreissig, Treppenübung, ich klettere ein Stockwerk rauf. Ich bemühe mich diese Übung zwei mal täglich zu machen, da ich nicht laufen kann, verstärkt das meine Muskeln ein wenig, auch gibt es mir ein bisschen Selbstvertrauen…

Einmal wöchentlich führt mich Christiane mit dem Auto zu meiner Physiotherapeutin die mir während einer Stunde hilft die Beweglichkeit meiner Gelenke zu unterhalten.

Alle zwei Monate "gehe" ich zur Pediküre, Fussnägel schneiden ist etwas was ich nicht mehr kann.

Und, ungefähr alle drei Monate zeige ich meine Karkasse meinem Arzt, zur Kontrolle ob alles stimmt…  

Nach dem Mittagessen, Zeitungslektüre, Fernsehsitzung mit den schweizerischen und französischen Nachrichten, um 13 Uhr 40 gefolgt von der ausgezeichneten Sendung "Le magazine de la santé" auf dem französischen Sender France 5.

14h30 Computer, meine Blogs, Internet, verschiedene Schreibarbeiten, Korrespondenz und ein bisschen Buchhaltung, usw.

Je nach Wetter, sitze ich ein bis eineinhalb Stunden auf dem Balkon und lese oder spiele mit Christiane Scrabble.

18h30 Nachtessen, gefolgt von einer neuen Computersession, um diese Zeit nehmen viele meiner Korrespondenten im Internet Kontakt auf.

Um die halbneun zurück zum anderen Bildschirm, dem grösseren, dem Fernseher.

22h30 geht’s ins Bett, vorerst aber massiere ich noch meine lädierten Körperteile mit immer wieder anderen Cremen und Pomaden, man kann nie wissen, vielleicht hilft mal eine

Einige Kapitel des Krimis den ich am lesen bin und ab in die Welt der Träume.

Morgen ist – vielleichtein neuer Tag

Und desshalb sag ich, weiederhole ich :  ES HAT FREUDE

  

 

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